• Synthetische Stoffe

    Textilien aus Synthetikmaterial werden künstlich hergestellt. Hier gibt es alles vom seidenweichen Material bis hin zu Outdoor-Funktionskleidung.

     

  • Über Synthetik

    Bei Temperaturen um den Nullpunkt und bei wechselhaftem Wetter mit Schnee, Regen, Schneeregen und so weiter ist Kleidung aus Synthetikmaterial oft die beste Wahl. Die synthetischen Fasern nehmen nur wenig Feuchtigkeit auf und verhindern, dass sie in das Kleidungsstück eindringt. Synthetische Textilien transportieren außerdem die Feuchtigkeit aus dem Kleidungsstück heraus und wenn das Material nass wird, hält es trotzdem weiterhin besser warm als zum Beispiel Daunen.  
     

    Polyester

    Bei synthetischen Materialien gibt es in der Kleidungsindustrie zahlreiche verschiedene Varianten. Das Hauptmaterial ist jedoch häufig eine Form von Polyester, das dann auf verschiedene Arten weiterbehandelt wird, um spezielle Eigenschaften zu bekommen. Wenig überraschend wird um die Entwicklung von verschiedenen Funktionsmaterialien ein recht großes Geheimnis gemacht. Meist geht es dabei und Patente und am Ende eben auch um Geld. Für Dich als Verbraucherin oder Verbraucher bedeutet die große Konkurrenz aber hauptsächlich, dass Du eine große Auswahl an hochwertiger Funktionskleidung aus funktionalem und robustem Material mit vielen verschiedenen Spezialeigenschaften bekommst. Viele Hersteller betonen gerne,  wie dünn die Fasern sind, die sie produzieren. Diese sogenannten Mikrofasern zeichnen sich besonders durch ihr geringes Gewicht aus. Außerdem wird oft darauf hingewiesen, wie weich und wasserabweisend Mikrofasermaterial gemacht werden kann. 
     

    Wattierung

    Kleidung mit synthetischer Füllung können nicht so stark komprimiert werden wie zum Beispiel Produkte, die mit Naturdaunen gefüllt sind. Außerdem sind Polyesterprodukte im Verhältnis zur Wärme, die sie bieten, etwas schwerer. Aber die Forschung steht nicht still und der Unterschied wird immer geringer. Eine positive Eigenschaft von synthetischer Wattierung ist, dass sie nach dem Auspacken schneller in ihre Form zurückfindet. 
     

    Schlafsäcke mit Synthetikfüllung

    Was für Kleidung gilt, gilt natürlich genauso für Schlafsäcke. Synthetikmaterial ist besonders gut bei wechselhaftem Wetter geeignet und, wenn die Robustheit des Produkts wichtiger ist als sein Gewicht. Achte vor dem Kauf darauf, in welcher Umgebung und zu welcher Jahreszeit Du ein Kleidungsstück oder den Schlafsack verwenden möchtest. 
     

    Waschen und Pflege

    Wenn Du Synthetikmaterial wäschst, gilt dasselbe wie bei anderer Kleidung: befolge immer die Waschhinweise! Kleidung aus synthetischem Material ist allgemein leicht zu reinigen. Material wie Polyamid, Akryl oder Polyester kann meist bei bis zu 40 °C gewaschen werden. Viele waschen auch synthetische Kleidung bei 60 °C und auch das kann funktionieren, man sollte jedoch auf jeden Fall darauf achten, dass das Material keine hohen Temperaturen im Trockner aushält. Synthetikkleidung sollte zum Trocknen immer aufgehangen werden.  
     

    Polyester und die Umwelt

    Beim Kauf von Kleidung aus Synthetikmaterial gibt es viel zu bedenken. Eins der Rohmaterialien für Polyester ist Erdöl, eine nicht erneuerbare Ressource. Polyester ist nicht biologisch abbaubar und auch wenn immer mehr Polyester beispielsweise aus recycelten PET-Flaschen hergestellt wird, gibt es immer noch "schmutzigen" Polyester, der ohne Rücksicht auf die Umwelt hergestellt wird. Ein Problem bei der Verwendung von recyceltem Polyester ist außerdem, dass er mit anderem Material verunreinigt sein kann. Man muss jedoch sagen, dass viel aktive Forschung betrieben wird, um bei der Herstellung von Synthetikmaterial so viel Recyclingmaterial wie möglich verwenden zu können. Bei größeren Herstellern kann man daher immer erwarten, dass sie ihre Zulieferer und die gesamte Produktionskette regelmäßig überprüfen.

  • Vorteile

    • Vielseitige Funktionskleidung für jedes Wetter
    • Wasserabweisend
    • Gut als Sportkleidung
    • Robust
    • Günstig
     

    Nachteile

    • Im Verhältnis zur Wärmeleistung schwer
    • Nicht immer umweltfreundlich 
    • Nicht die beste Wahl bei Minustemperaturen