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    Guide

    Unsere besten Tipps und Ratschläge zum Thema Stillen & Babymilch

    Wirst Du bald zum ersten Mal stillen oder sind in der Stillzeit Schwierigkeiten aufgetreten? Wir wollen Dich bestmöglich unterstützen! In unserem Stillguide haben wir Tipps gesammelt, die Dir und Deinem Baby das Stillen hoffentlich erleichtern.

    Psst! Schau doch auch mal in unseren Baby-Guide fürs erste Jahr. Dort findest Du noch mehr Tipps für die erste Zeit und den Alltag mit Deinem Neugeborenen.

     

  • Warum Stillen wichtig für Dich und Dein Kind ist

    Stillen ist natürlich in erster Linie wichtig, um Dein Kind in der Anfangszeit mit Nahrung zu versorgen. Es stärkt aber auch eure Bindung und schützt Dein Kind durch die in der Muttermilch enthaltenen Abwehrstoffe vor Krankheiten. Außerdem werden durch das Stillen sowohl bei der Mutter als auch beim Kind wichtige Glückshormone ausgeschüttet. Noch dazu reduziert Stillen das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen, Diabetes und Brustkrebs bei der Mutter.

  • Wie lange soll man stillen?

    Die WHO empfiehlt, dass in den ersten sechs Lebensmonaten des Kindes die gesamte Nahrungsaufnahme durch Muttermilch abgedeckt werden sollte. Wenn Du nicht stillen kannst, willst oder aus medizinischen Gründen nicht darfst, gibt es hochwertige Ersatznahrung, mit der die Muttermilch im ersten halben Jahr ganz oder teilweise ersetzt werden kann. Muttermilchersatz wird so entwickelt, dass er der Muttermilch so stark wie möglich ähnelt und alle Nährstoffe enthält, die das Kind benötigt. Babymilch bietet jedoch nicht denselben Schutz vor Infektionen, den Muttermilch bietet. 

    Ab einem Alter von etwa vier oder fünf Monaten kann man beginnen, dem Kind verschiedene Lebensmittel zum Probieren anzubieten. So kannst Du Dein Kind an neue Geschmäcker und Konsistenzen gewöhnen. Das machst Du am besten, indem Du ihm kleine Stückchen von gekochtem Gemüse oder Fruchtpürree anbietest. 

    Wie lange man sein Kind über die ersten sechs Monate hinaus stillen möchte, ist ganz individuell und von Deinen eigenen und den Bedürfnisse Deines Kindes abhängig. Die WHO empfiehlt hier, das Kind möglichst bis zu einem Alter von 12 Monaten zu stillen. Sprich aber am besten mit Deiner Hebamme, einer Ärztin oder einem Arzt über Deine persönliche Stillsituation.

  • Wie wirkt sich Stillen auf den Körper aus?

    Beim Stillen wird das Hormon Oxytocin freigesetzt. Es sorgt für den Milchfluss, ist aber auch bekannt dafür, für ein Gefühl der Ruhe, Entspannung und Sicherheit zu sorgen. Oxytocin wird sowohl bei der Mutter als auch beim Kind freigesetzt, sodass dadurch auch die Mutter-Kind-Bindung gestärkt wird.

    Die Hormonveränderungen, die durch das Stillen ausgelöst werden, können aber auch zu negativen Gefühlen und Verstimmungen führen. Stillende fühlen sich teilweise energielos, leicht reizbar oder antriebslos. Das ist an sich ganz normal, sollte aber gegebenenfalls mit einer Fachperson besprochen werden. Es ist auch normal, dass man in der Stillzeit hungriger ist, denn Stillen kostet sehr viel Energie. In Kombination mit einem veränderten Schlafrhythmus oder Schlafmangel kann es sich stark auf den Appetit und das Essverhalten auswirken. 

    Wenn Du das Gefühl hast, dass Dich das Stillen physisch oder psychisch belastet, sprich bitte frühzeitig mit Deiner Hebamme oder einem Arzt bzw. Ärztin darüber.

  • Was darf man in der Stillzeit nicht essen oder trinken?

    Die meisten Lebensmittel und Getränke kann man während der Stillzeit ohne Bedenken essen und trinken. Eine abwechslungsreiche Ernährung, die Dich mit allen Nährstoffen versorgt, ist natürlich immer wichtig, aber besonders während der Stillzeit. Das bedeutet also, dass Du jetzt ganz besonders darauf achten solltest, genug Gemüse, Obst, Vollkorn, Proteine und gesunde Fette zu Dir zu nehmen.

    Gewisse Lebensmittel und Getränke solltest Du jedoch in der Stillzeit vermeiden. Dazu gehören unter anderem…

    • Fisch mit hohem Quecksilbergehalt wie Barsch, Seeteufel oder Thunfisch

    • Fisch aus der Ostsee wie Lachs oder Hering

    • Verschiedene Nahrungsergänzungsmittel; lies hier immer die Empfehlungen und sprich mit einer medizinischen Fachperson, ob die Stoffe während der Stillzeit geeignet sind

    • Produkte, die Ginseng enthalten, z. B. Nahrungsergänzungsmittel, Energydrinks oder Tee

    • Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät von Alkohol während der Stillzeit ab, da Alkohol über die Muttermilch ans Kind weitergegeben werden kann

     

    Koffein jedoch ist im Gegensatz zu den anderen obengenannten Lebens- und Genussmitteln in Maßen unbedenklich für das Baby. Du brauchst also während der Stillzeit nicht auf Kaffee, Tee oder andere koffeinhaltige Getränke zu verzichten, solltest aber auch nicht zu viel davon zu Dir nehmen. Laut Europäischer Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) gelten bis zu 200 mg Koffein pro Tag als unbedenklich.

  • So stillst Du Dein Neugeborenes

    Babys suchen nach der Geburt instinktiv die Brust der Mutter, besonders wenn sie schon in der Nähe der Brustwarze liegen. Versuche, Dein Baby so schnell wie möglich nach der Geburt zu stillen, da die erste Milch besonders nahrhaft ist, Dein Baby satt und zufrieden macht und das Saugen die Milchproduktion in Gang bringt.

    Hautkontakt – ganz besonders Bauch-an-Bauch oder Känguruhen – ist immer vorteilhafter als eine Stoffbarriere zwischen Dir und dem Kind zu haben. Durch den direkten Kontakt wird der natürliche Saugreflex stimuliert und eure Bindung wird gestärkt.

    Wenn Dein Neugeborenes noch nicht so gut trinkt, kannst Du auch mithilfe einer Milchpumpe abpumpen, um einen Milchstau zu verhindern und sicherzustellen, dass Dein Baby genug Nahrung bekommt, auch wenn es noch nicht die richtige Saugtechnik gefunden hat. Bei uns findest Du verschiedene Milchpumpen-Modelle, schau doch mal, ob für Dich etwas dabei ist.

    Um den Stillvorgang zu erleichtern, hilft Dir gute Stillmode. Diese Kleidungsstücke werden extra fürs Stillen entworfen und haben clevere Details, damit die Brust immer leicht zugänglich ist. Außerdem sind sie oft aus besonders weichem und saugfähigem Material, damit überschüssige Milch aufgenommen wird. Hier bei uns im Onlineshop findest Du alles vom Still-BH über warme Pullover bis hin zum schicken Jumpsuit für stillende Mamas.

Ausgewählte Stillprodukte

    • Tipps fürs Stillen

      • Suche Dir eine bequeme Position im Sitzen oder Liegen, bei der Du die Schultern und Arme entspannen kannst. Probiere verschiedene Positionen auf einem Stuhl, Sofa, Sessel, oder im Bett aus. Wenn Du mehr Unterstützung brauchst, probiere es doch mal mit einem Stillkissen, einem Tragetuch oder einer Babytrage.

      • Sorge dafür, dass Dein Kind flach mit geradem Nacken liegt und den Kopf nicht drehen muss, um zur Brust zur kommen.

      • Versuche, den Nacken, die Schultern und den Rücken des Babys bestmöglich zu stützen, und sorge dafür, dass es sich zum Schlucken nach hinten lehnen kann.

      • Achte darauf, dich nährstoff- und abwechslungsreich zu ernähren und zwischen den Stillmahlzeiten viel zu trinken, damit Du genug Energie und Flüssigkeitszufuhr zum Stillen hast. Ärzte und Hebammen empfehlen oft, ein großes Glas Wasser pro Stillmahlzeit zu trinken.

      • Wenn Du wunde oder schmerzende Brustwarzen hast, kann es gut sein, ein schützendes Hilfsmittel wie ein Stillhütchen oder Lanolincreme zu verwenden.

      • Wenn Du Fragen oder Schwierigkeiten beim Stillen hast, hab keine Angst, Dir jederzeit Hilfe bei einer Hebamme oder Stillberatung zu holen.

    • Tipps fürs Füttern mit der Flasche

      • Halte Dich an die Dosierungsempfehlungen und Anweisungen auf der Verpackung.

      • Überprüfe immer die Temperatur der Milch, bevor Du sie Deinem Baby gibst. Sie sollte weder zu warm noch zu kalt sein und in etwa Körpertemperatur haben. Am besten überprüfst Du die Temperatur, indem Du ein paar Tropfen auf die Innenseite Deines Handgelenks träufelst.

      • Fällt das Trinken Deinem Baby schwer? Dann ist der Sauger vielleicht zu klein oder zu groß. Probiere eine andere Größe und/oder Form aus und beobachte, ob es damit besser funktioniert.

      • Am besten ist es, wenn Du Dein Kind selbst wählen lässt, wie viel es trinken möchte, anstatt den Sauger aus dem Mund zu nehmen. Wenn das Kind nur zur Beruhigung nuckeln möchte, ist ein Schnuller oder ein (sauberer) Finger eine gute Alternative.

      • Um das Füttern zu einem geborgenen und besonderen Moment zu machen und eure Bindung zu stärken, kann es helfen, sich gemütliche Kleidung anzuziehen, mit dem Baby zu sprechen und Augenkontakt zu halten.

      • Wenn Du Schwierigkeiten beim Füttern mit der Flasche hast oder das Gefühl hast, dass Dein Baby zu wenig trinkt, lasse Dich von einer Hebamme oder einem Kinderarzt bzw. einer Kinderärztin beraten.

    • Muttermilchersatz

      Wenn Du nicht stillen kannst oder willst, ist spezielle Säuglingsnahrung die beste Alternative. Diese Babymilch wird oft auf Basis von Kuh- oder Ziegenmilch hergestellt und enthält alle wichtigen Nährstoffe, die auch in der Muttermilch enthalten sind. Damit das Füttern mit Ersatznahrung funktioniert, ist besonders eine gründliche Hygiene sehr wichtig, da das Immunsystem bei Säuglingen noch nicht voll entwickelt ist und sie daher anfälliger für Viren, Bakterien und andere Krankheitserreger sind. Achte daher immer darauf, Deine Hände und die Fläschchen gründlich zu waschen und zu desinfizieren. Für Fläschchen und Schnuller gibt es viele praktische Helferlein zum Sterilisieren

    • Häufige Fragen und Antworten zum Thema Stillen

    • 1. Woher weiß ich, wann mein Kind beim Stillen satt ist?

      Babys, die nach dem Stillen satt und zufrieden sind, können das durch verschiedene Signale ausdrücken. Dazu können langsameres Saugen, Loslassen der Brustwarze oder Abwenden von der Brust gehören. Oft lassen satte Babys sich auch leichter ablenken, werden schläfrig oder fangen an zu weinen, wenn sie fertig mit ihrer Mahlzeit sind. Diese Zeichen sind ganz individuell, nimm Dir also Zeit, Dein Kind und seine Signale kennenzulernen. Wenn Du Dir unsicher bist, lass Dich von Fachpersonen beraten.

    • 2. Wie lange dauert es, bis es mit dem Stillen klappt?

      Rein körperlich gesehen sind Mama und Baby direkt nach der Geburt bereit zum Stillen. Oft dauert es aber einen Monat oder länger, eine Routine aufzubauen, die für alle Beteiligten funktioniert. Auch hier möchten wir Dich ermuntern, Dir Hilfe bei einer Hebamme, Stillberatung oder anderen fachlich geschulten Personen zu suchen, wenn Du Fragen oder Schwierigkeiten hast.

    • 3. Warum ist mein Kind beim Stillen frustriert? 

      Das Dein Baby weint, wütend ist oder sich gänzlich weigert zu trinken, ist besonders in den ersten Monaten ganz normal. Forscherinnen und Forscher sind sich bisher nicht einig, woran das liegt, aber es wird vermutet, dass Babys schnell müde werden und Angst haben, wenn sie schnell wachsen und sich entwickeln. Außerdem kann es auch zu Schwierigkeiten kommen, wenn der Milchfluss zu stark oder zu schwach ist. Um das Kind beim Stillen zu beruhigen, probiere doch mal die folgenden Tipps aus und schaue, ob sich etwas verändert:

      • Sorge dafür, dass nichts zwischen Deinem Baby und Dir liegt und ihr direkten Hautkontakt habt.

      • Lasse jemand anderes das Baby vor dem Stillen trösten oder macht zwischendurch eine Pause, in der jemand anderes das Baby beruhigt.

      • Versuche, die Sinneseindrücke für das Baby beim Stillen so gering wie möglich zu halten. Stille zum Beispiel in einem abgedunkelten, leeren Raum, spiele beruhigende Musik oder wiege das Kind sanft von einer Seite zur anderen.

      • Probiere unterschiedliche Stillzeiten aus. Viele Babys trinken kurz vor dem Einschlafen oder direkt nach dem Aufwachen besser.

      • Lehne Dich nach vorne oder hinten, um den Milchfluss zu ändern. Vielleicht findet Dein Baby so eine Fließgeschwindigkeit, die seiner Trinkmenge besser entspricht.

    • Bist Du auf der Suche nach noch mehr Tipps und Inspiration rund um das Leben mit Neugeborenen? Dann schau doch auch mal hier vorbei: